tiki traveling

Dienstag, 31. August 2010

james cook in wien

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james cook - weltumsegler, entdecker von hawai'i, imperialist für die britische krone.
was hat das mit tiki zu tun?
die anwort stellte sich während und nach dem besuch der wunderbaren ausstellung zum thema james cook und die entdeckung der südsee ein.
cook und seine mitreisenden, webber, forster sen u. jr. waren die ersten die so umfangreiches material aus dem pazifik nach europa brachten oder die eindrücke ihrer reisen in verschiedensten medien darstellten,
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das sich so etwas wie eine sehnsucht nach dem gefundenem paradies einstellte. sicher, die berichte waren eingefärbt, individuell, aber genau das ist tiki auch. jeder macht sich ein eigenes bild seines shangri la's.
der aus dem pazifik, aus ra'iatea mit nach london gebrachte omai (eigentlich hieß er nur mai das "o" ist ein verb das ich heiße oder heißt oder "ist" wiedergibt und oft von den europäern mangels sprachkenntnissen angefügt wurde, dekaden lang glaubten die europäer z.b: das tahiti "otaheite" heißen würde, dabei war dies lediglich die antwort im ganzen satz, auf die frage wie denn das eiland hieße: das ist tahiti - o tahiti) genoß eine so große popularität, das man ihm, während cook ihn nach tahiti zuruckbrachte, ein theaterstück widmete. phantasievolle bühnenbilder stellten eine abstrakte polynesische welt da.

somit kann man james cook ähnlich wie thor heyerdahl als eine art popfigur der tiki-kultur betrachten.

geht man mit einem solchen blick in die ausstellung entdeckt man phantastische artefakte,
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die in abgewandelter form jede tiki-bar schmücken würden,
neu ist hier, das es sich nicht nur um gesammelte gegenstände handelt, sondern auch um die aufbereiteten eindrücke der reisenden in form von phantastischen ölbildern, die auf mich die gleiche wirkung haben wie bilder von moritz® oder shag.
es gibt so gar eine in metal nachgebaute keule, welche banks mit in den pazifik zurück nehmen wollte um es dort als tauschmittel zu benutzen.

weitere impressionen:
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ich kann jedem interessierten nur empfehlen sich die ausstellung in wien oder danach in bern an zusehen.
sie zeigt eindrücklich auf was faszination südsse aufbaut und wie sie entstanden ist.

zur ausstellung ist ein katalog erschienen

aloha don sling

Montag, 22. März 2010

tiki trip 2010

für mich hat tiki schon immer sehr viel mit der kultur und lebensweise der menschen in der südsee zu tun. tiki, als subkulturelle erscheinung darauf aufbauend, macht nur sinn, wenn man der kultur im südpazifik respektvoll begegnet. deshalb begibt sich don sling von zeit zu zeit in verschiedenen ethnologischen sammlungen. ich hatte schon seit einer weile geplant, mir die erweiterte ozeanien abteilung im hamburger völkerkunde museum anzusehen. so begab ich mich in die hansestadt, das erste mal ohne im trader vic's vorbei zuschauen
dafür gelang es mir endlich mal dem hafenbasar einen besuch abzustatten und mit einem großen pappkarton wieder zu verlassen. nach dem es mir gelungen war die lady am kontor, von meinen ernsten absichten, etwas für meine bar zu erwerben gnädig überzeugt hatte, schlängelten wir uns durch das labyrinth enger räume. alles quillt über vor artefakten jedweder exotischer kultur dieser welt. nach dem ich den erwerb einer indonesischen maske ablehnte, zeigte man mir die wirklich interessanten sachen. ich entschied mich für eine zierliche asmat figur aus neu guinea. seit dem ich mich für schnitzereien aus der südsee interessiere fällt mir immer wieder auf, das mir oft melanesische figuren am besten gefallen.
vielleicht ist das auch der grund weshalb ich mit dem begriff "polynesian pop" von sven eher wenig anfangen kann. für mich ist es eher ein "oceanic pop", der dann auch elemente melanesischer und mikronesischer kultur mit einbezieht.
auf jeden fall, könnt ihr die neue schnitzerei schon in der aloha-luau bewundern:

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denn fiel mir zum glück noch ein, das ich schon lange auf der suche bin nach einem richtig großem kugelfish. auch hier wurde ich fündig und so wird denn demnächst eine wunderschöne kugelfischlampe meine bar zieren.
mahalo hafenbasar!
ich hätte noch etliche sachen mehr mitgenommen, wenn ich sie hätte transportieren können.
anstatt trader vic's stand abends ein besuch im queen calavera auf dem program, der hier deshalb erwähnt sei, da eine der wunderschönen burlesque tänzerinnen eine, hach, ganz phantastische hula nummer hinlegte.

ein verregneter sonntag, ist wie dafür geschaffen ein museum zu besuchen, ich hab den eindruck in hamburg regnet es immer. so fand ich mich gegen 14°°uhr im völkerkunde museum ein und verbrachte dort über zwei stunden.
das museum selbst ist ein altehrwürdiger bau, in der halle des ersten stocks stimmen ozeanische kanus und boote auf das kommende ein, hier steht auch eines meiner neuen lieblings exponate, eine zwölf! meter hohe melanesische hareicha-maske. sie wird bei initiations feiern getragen und symbolisiert gute geister, toll!

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die südsee ausstellung gliedert sich in drei teile; der erste ist eine allgemeine ausstellung zum naturraum ozeanien, zeigt exemplarisch, kulturelle gegenstände und modelle:

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männerhaus palau

danach kommt der neue bereich, der sehr alte exponate aus melanesien zeigt, der raum ist sehr dunkel und stimmungsvoll:

nbhh

ein weiteres mir bisher unbekanntes objekt, irisierende halsschnüre gefertigt aus....na, was meint ihr
kk

bei dem material handelt es sich natürlich um die rückenpartien großer käfer!

den abschluss der ausstellung bildet ein riesiges maori haus, die geschnitzten balken und friese muß man gesehen haben, man kann sich in das haus hineinsetzen und eine weile über die südsee sinieren, ich hätte gerne einen maitai dazu gehabt.

mh

mh1

mh2

damit geht die erste etappe meiner kleinen kulturellen tiki reise durch den kalten norden zu ende. im zweiten teil berichte ich euch vom übersee museum in bremen.

aloha don sling

Freitag, 19. März 2010

kontakte von außen

anscheinend ist gerade reisesaison, die tiki begeisterten aus aller welt, landen in der aloha-luau an. so hatte ich die freude kurz nacheinander trader magnus aus dem umfeld des aku tiki room in stockholm bei mir zu gegrüßen.
er forderte mich richtig heraus, in dem er verschiedene drinks orderte die nicht in meinem allday menue auftauchen.
einige tage später tauchte matt auf, er hatte sich den weiten weg von der ostküste der usa gemacht und nach langem zähen suchen einen geeigneten ankerplatz in der aloha-luau gefunden. wir plauderten stunden über verschiedenes in sachen tiki, tauschten rezepte und ansichten, mahalo.
matt

einen weiteren schweden verpaßte ich leider da ich mich selbst auf einer kleinen reise in sachen südsee befand, dazu mehr in den nächsten tage.
aloha don sling

Donnerstag, 12. November 2009

mallorca tiki safari

eine woche urlaub, yeah!
der lurker gab mir noch mit auf den weg, was zu entdecken und darüber zu berichten.
gefunden hab ich tatsächlich was, ob einen das fröhlich stimmen soll, ich weiß es nicht.
spanien - als tiki nation in europa eigentlich ganz weit vorne, aber das scheint auch schattenseiten zu haben. meine reise führte mich nach c'an picafort eine erträgliche hotelmeile im nordosten mallorcas, zumindest in der nachsaison. bei einem ersten bummel über die promenade, fiel mir auf das etliche bars getränke in tiki-mugs servierten, es waren ältere modele von porcelanas pavon darunter aber auch billige china fakes von tiki-farm motiven oder undefinierbares. eine bar trug sogar den namen "hawaii", allerdings war der laden in dieses typische mediterane neonlicht getaucht, was eher insekten anzieht.
die sichtung der mugs hatte mich neugierig gemacht und so fand ich auf dem passeig colon, der einkaufsstraße in c'an pica, den eingang zu einem mir vertraut erscheinenen tempel. papaya
am folgendem abend, der elvis imitator in der benacharten bar hatte gerade seine grandiose vorstellung begonnen, verließ ich da hotel und begab mich ins papaya. schon beim betreten des wirklich schönen treppen abgang in den keller des papaya dröhnte mir die technoversion eines michael jackson stückes entgegen. mutig tauchte ich ein in das dunkel und setzte mich an die bar die orpulent gestaltet aus holz und bambus mitten im raum stand. beim umsehen stellte ich fest das fast nur frauen zugegen waren und für einen moment durchschoß der gedanke das ich in einem puff gelandet war meine gedanken. damit lag ich falsch, aber es schien mir trotzdem nur um das eine zu gehen. wie dem auch sei, ich war feige und bestellte ein bier und sah mich um. hinter der bar war eine spärliche ansammlung zweitklassiger spirituosen aufgereiht. säfte in tetrapaks versprachen nichts gutes, so machte auch der riesen vorrat an porcelanas pavon mugs die sache nicht besser. das papaya ist sehr groß, um eine tanzfläche gruppieren sich wie in tikibar oft gesehen etliche sitzgruppen mit bambus möbeln. im papaya ist nicht ein tiki zu sehen, dafür gibt es sonderbare figuren die weder polynesich noch wie oft in spanien südamerikanisch geprägt sind.
tikis
an den wänden und säulen fielen undefinierbare hieroglyphen auf, vielleicht sollten sie die rongorongo schrift der osterinsel nachahmen, ich weiß es nicht. so wie es aussieht wird das tiki thema ähnlich wie in den usa als standard styling für alles mögliche missbraucht, sollte jemand aber mal die gelegenheit haben eine solche bar zu übernehmen, hat er eine sehr schöne basis für eine phantastische tikibar in händen, wie gesagt kann, muß nicht.

mehrmals bin ich auf der strandpromenade an etwas vorbei gegangen was sich meines erachtens als das schönste fundstück meiner safari erwieß. in einem porzelan und schnickschnack laden standen sie plotzlich vor mir, zwei wunderschöne wahinen, aber seht selbst:
wahinen
sie sind ca. 7ocm groß, sehr imposant und wunderschön gearbeitet. besonders auf die sarongs ist zu achten. leider, leider sollten die beiden schönheiten ein kleines vermögen kosten und so lies ich sie zurück.

die zweite entdeckung in richtung tiki war der eingang zu diesem etablissement:
stairway
wieder komische figuren, aber der name war schon besser. was mich iritierte war der zusatz "rock club". in einer neuen folge von "don sling in danger" machte ich mich nach einbruch der nacht auf um mich dem übel zu stellen, konnte es schlimmer kommen als im papaya? den eingang finde ich noch schöner gestaltet als im papaya, zudem gibt es im eingangsbereich zwei schaukästen die vielleicht einmal tikimugs und andere objekte der begierde beherbergten. nun waren sie verwaist bis auf die öffnungszeiten und eine myspace adresse.
aloha
als ich die tür öffnete schlug mir dröhnender metal entgegen, trotzdem begab ich mich ins innere und überquerte ein y-förmige brücke die einst über einen künstlichen fluß führte, dieser war aber vom bösen mann geleert worden.
grotto
die linke abzweigung verschwand in richtung einer versteckten sitzecke. ich nahm die rechte abzweigung und fand mich vorm tresen wieder, hinterdem der dunkle metalmann stand und mich zwang in seiner sprache zu sprechen, welche ich kaum beherschte. er zwang mich ein getöse spanischen metalpunkrocks zu hören. das er metalica nannte nur um mir zu zeigen das er jetzt der herr im reich war, das einst von tiki regiert wurde. füpr einen kurzen moment erhaschte ich einen blick in die vergehende pracht dieses tempels. an der einst wunderschönen bar hatte der metalmann die lampions durch eine neon lichterkette ersetzt, lediglich drei alte mugs befanden sich in der backbar, die jetzt von einem werbe flatscreen beherscht wird. im hinteren bereich befindet sich eine weitere brücke die wie im eingangsbereich über einen ausgetrockneten fluß führt. hier und da gibt es gemalte bilder mit ozeanischen themen, die der bölse metalmann zum teil schon hat übermalen lassen mit totenköpfen und anderem trash. nach einem schnellem rum flüchtete ich wieder auf die nächtlichen straßen can picaforts, das gelächter des dunklen metalmannes im ohr der dort sitzt und taboo nach taboo bricht.
diese bar, das aloha, würde ich sofort übernehmen. noch ist einiges von der vergangenen pracht erhalten, aber nicht mehr lange, schade!
für die mutigen:
web

fine tiki blog

don sling war betreiber der vielleicht kleinsten tiki bar auf unserem planeten. in diesem blog dreht sich alles um tiki, südsee, rum und tiki drinks im allgemeinen und don slings sichtweise der dinge im speziellen. aloha!

kontaktiere don sling

aloha-luau@gmx.net

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